Reviews: The Menzingers – On The Impossible Past

22. Februar 2012
Interpret : The Menzingers
Albumtitel : On The Impossible Past
Erscheinungsjahr : 2012
Label : Epitaph Records
Genre : Punk Rock
Bewertung : 3,8 3,8/5
Anspieltipp : Gates, The Obituaries

Review
Nach dem 2010 erschienenen und insgesamt sehr positiv aufgenommenen Chamberlain Waits legen The Menzingers nun mit On The Impossible Past nach. Der Erfolg der Band ist nicht nur an den großen, internationalen Touren (u.a. als Support für Rise Against), sondern auch
am Labelwechsel zu erkennen – sind die Herren doch mittlerweile auf Brett Gurewitz’ Epitaph Records heimisch.

Schon beim Opener Good Things wird schnell klar: Im Vergleich zum Vorgänger geht es etwas glatter und ruhiger zur Sache. Während bei älteren Songs wie Deep Sleep immer wieder kratzige Töne durchschimmern, legen The Menzingers auf ihrem aktuellen Longplayer mehr Wert auf klare Gesangsläufe und eine fettere Produktion.

Nach dem ersten Durchlauf kann man jedoch schnell das Gefühl bekommen, dass die Veränderungen zu Lasten
der sonst stets eingängigen Refrains gehen, und man wünscht sich schon fast den Vorgänger zurück auf den Plattenteller. Wem es so gehen sollte, dem schlage ich vor, der Platte noch ein wenig Zeit zu geben.

Wie es so oft ist, wachsen die Songs von Mal zu Mal und einige, sich herauskristallisierende Songs wollen einem partout nicht mehr aus dem Gehörgang gehen. Gerade das wunderbare Gates oder auch das mit einem Offbeat und schönen Melodien beginnende Casey sind
Stücke für den langen Rest des Jahres.

Wer also auf ausgereiften Punkrock der Marke Against Me! oder auch The Gaslight Anthem steht, der kann hier bedenkenlos zugreifen.

- Felix

Trackliste:
1. Good Things
2. Burn After Writing
3. The Obituaries
4. Gates
5. Ava House
6. Sun Hotel
7. Sculptors And Vandals
8. Mexican Guitars
9. On The Impossible Past
10. Nice Things
11. Casey
12. I Can’t Seem To Tell
13. Freedom Bridge

Album bei Flight13.com


Reviews: Usless ID – Symptoms

12. Februar 2012
Interpret : Useless ID
Albumtitel : Symptoms
Erscheinungsjahr : 2012
Label : Fat Wreck
Genre : Pop-Punk, Punk Rock
Bewertung : 3,7 3,7/5
Anspieltipp : Live Or Die, Obsessive Compulsive Disorder

Review
Die israelische Band Useless ID bringen 2012 ihr insgesamt siebtes Studioalbum auf den Markt. Symptoms heißt diese erste Erscheinung auf Fat Wreck Chords.

Das Album beginnt mit Live or Die und Before It Kills ziemlich energiegeladen. Die Songs vereinen relativ schnellen Punk Rock und viel Melodie. Im Anschluss wird das Album etwas ruhiger und driftet in den Pop-Punk ab. Die Musik klingt wie ein Mix aus No Use For A Name und Jimmy Eat World und passt mit eher ruhiger Gesamtstimmung in die kalte Winterzeit.

Dabei stechen die Songs Manic Depression und Obsessive Compulsive Disorder heraus und bringen deutlich mehr Schwung in den zeitweise etwas eintönigen und emotional gehaltenen Pop-Punk.

Insgesamt ein ordentliches Album mit einigen wirklich guten Liedern.

- Chris I.

Trackliste:
1. Live Or Die
2. Before It Kills
3. Normal With You
4. Erratic
5. Manic Depression
6. Sleeping With Knives
7. Symptoms
8. Obsessive Compulsive Disorder
9. New Misery
10. Waiting For An Accident
11. Fear In The Mirror
12. Somewhere

Album bei Flight13.com


Top 10 Songs 2011

5. Januar 2012

Ein letzter Blick nach 2011. Natürlich gab es richtig gute Neuerscheinungen im letzten Jahr. Die meiner Meinung nach besten Songs von diesen Neuerscheinungen, möchte ich euch heute vorstellen. Sie fällt dieses Jahr wieder etwas ruhiger aus. Vielleicht werde ich etwas sentimental auf meine alten Tage…

10. Swingin’ Utters – Sketch Squandered Teen

Die Liste eröffnet ein toller Song von den Swingin’ Utters von einen ebenso tollen Album. Mit viel Melodie und Eingängigkeit.


vom Album Here, Under Protest


9. Rise Against – Architects

Mit Endgame erreichen Rise Against vielleicht nicht ganz alte Zeiten. Aber der erste Song des Albums ist ein richtig toller Seitenhieb auf Tom Gabel und sein “I Was A Teenage Anarchist”.


vom Album Endgame


8. Fahnenflucht – Insel Freiheit

Ein richtig guter achter Platz geht an Fahnenflucht. Insel Freiheit beschreibt das Album Schwarzmaler eigentlich ganz gut. Ein Punk-Rock Song, wie man ihn sich wünscht: Energiegeladen und direkt.


vom Album Schwarzmaler


7. The Copyrights – Crutches

Crutches ist ein richtig guter Pop-Punk Song, dem es eigentlich an nichts fehlt. Besser als alle neuen blink-182 Lieder zusammen ist er allemal, genau wie das neue Album von The Copyrights.


vom Album North Sentinel Island


6. Banner Pilot – Division Street

Der letzte Song vom neuen Banner Pilot Album hat es in sich. Eine gehörige Portion Punk-Rock gemischt mit Melodie und Emotion. Ein mehr als gelungener Abschluss eines grandiosen Albums.


vom Album Heart Beats Pacific


5. The StattMatratzen – Sensationelle Neuigkeiten

Da können die Männer nur staunen. Sensationelle Neuigkeiten vom Debütalbum der StattMatratzen ist nicht nur ein richtig sensationeller und rotziger Song, sondern auch der kräftigste Hau-Drauf-Song in meiner diesjährigen Top 10 Song-Liste. Dafür braucht es nicht zwangsweise eine schreiende Männerstimme.


vom Album Egoshooter


4. The Mighty Mighty Bosstones – Like a Shotgun

The Mighty Mighty Bosstones sind zurück und gleich mit ihrem zweiten Song geben sie uns eines der besten Lieder des Jahres. Wie man es von der Band kennt, mischt sich schneller Punk-Rock mit Ska und Dicky Barrett begleitet diese tolle Musik mit seiner einzigartigen Stimme. Das gesamte Album ist fantastisch.


vom Album The Magic Of Youth


3. Atlas Losing Grip – Unrest

Alter Schwede. State Of Unrest hat mich richtig von den Socken gehauen. Der beste Song des Albums war unter anderem Schuld daran. Was für ein wunderbar melodischer und doch kraftvoller Song.


vom Album State Of Unrest


2. The Mighty Mighty Bosstones – They Will Need Music

Nanu, The Mighty Mighty Bosstones zwei Mal in der Liste? Oh ja! They Will Need Music ist der beste Song des neuen Albums und kann vor allem durch eine richtig tolle Melodie überzeugen. Über The Magic Of Youth ist eigentlich alles gesagt. Genießt den Song!


vom Album The Magic Of Youth


1. Banner Pilot – Intervention

Auch Banner Pilot sind zwei Mal in dieser Liste vertreten. Intervention kommt im Album Hearts Beats Pacific direkt vor Division Street (siehe Platz 6) und klingt ähnlich melodisch, wenn auch nicht allzu hart. Ein schöner Song, der richtig gut in das neue Album passt und schnell mein Favorit wurde.


vom Album Heart Beats Pacific


Top 10 Alben 2011

1. Januar 2012

2011 ist vorbei. Man muss leider zugeben, dass es in diesem Jahr etwas magerer mit guten Neuerscheinungen aussah als im Jahr zuvor. Dennoch gab es auch 2011 einige gute Alben und die will ich euch nicht vorenthalten. Hier also meine völlig subjektive Top 10 von 2011:


10. The StattMatratzen – Egoshooter

Die einzige deutsche Scheibe, die mich dieses Jahr komplett überzeugen konnte, und das trotz Veröffentlichungen von Bands wie Fahnenflucht und Betontod. Die vier Frauen Berlin rotzen ihre Punk Songs richtig gut dahin und brauchen sich vor ihren zahlreichen Kollegen auf keinen Fall verstecken.

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9. Screeching Weasel – First World Manifesto

Ben Weasel hat für einige Schlagzeilen in diesem Jahr gesorgt. Nach der Veröffentlichung ihres Albums trennte sich die Band, nachdem sich Weasel bei einem Auftritt absolut daneben benommen hatte. Auch seine Selbstdarstellung kommt nicht bei jedem in der Szene an, besonders wenn man an Fehden zu anderen Bands denkt, die Weasel anscheinend selber anzettelte. An der Klasse von First World Manifesto ändert das alles aber nichts.

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8. The World/Inferno Friendship Society – The Anarchy and the Ecstasy

Es gibt Bands, die sind anders. The World/Inferno Friendship Society sind mehr als das. Auch 2011 stellen sie dies einmal mehr zur Schau. Kabarett meets Punk-Rock/Jazzrock. Ein Muss für jeden, der Musik mag!

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7. Social Distortion – Hard Times And Nursery Rhymes

Vielleicht sind Social Distortion nicht mehr die Band, die sie einmal waren. Vielleicht haben sie ein wenig nachgelassen. Auch braucht das neue Album zunächst ein wenig, um in Fahrt zu kommen. Doch Hard Times And Nursery Rhymes hat dennoch durch einen großen Abwechslungsreichtum und großartige Melodien einen Platz in der Top 10 verdient.

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6. Rise Against – Endgame

Ein eigentlich völlig normales Rise Against Album, das genau da weitermacht, wo es weitergehen musste. Man kann Rise Against eigentlich keinen Vorwurf machen. Die Musik bleibt stilistisch beim Melodic Hardcore, wenngleich sich das Ganze in Sachen Aufnahmequalität und Massentauglichkeit Meilen von ihren Anfängen befindet.

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5. The Mighty Mighty Bosstones – The Magic Of Youth

Wieder einmal haben es The Mighty Mighty Bosstones in die Top 10 Albumliste geschafft. Auch wenn The Magic Of Youth ein wenig schwächer ist als der Vorgänger, so erhalten die Hörer doch ein grandioses Ska-Punk Album, welches einem die Socken auszieht.

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4. Bomb The Music Industry! – Vacation

Die Nintendo-Ska-Punk-Truppe aus New York erschafft mit Vacation ein grandioses Werk, das sich zwar komplett von Ska-Elementen löst, aber gleichzeitig auch eine der besten Veröffentlichungen der Band überhaupt darstellt.

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3. Banner Pilot – Heart Beats Pacific

Wer 2011 guten Punk-Rock hören wollte, kam an Banner Pilot nicht vorbei. Melodie und Härte mischen sich zu einem perfekten Mix zusammen. Ein Pflichtkauf für jeden Fan von melodischem Punk-Rock á la Dillinger Four oder Propagandhi.

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2. Swingin’ Utters – Here, Under Protest

Es erschien wohl kaum ein Album, dass so viel Abwechslungsreichtum innerhalb eines Genres aufzeigen konnte, wie Here, Under Protest. Nach langer Pause und mit einem neuen zweiten Sänger läuft die Band zu Höchstform auf und bringt uns das beste US-amerikanische Punk-Album dieses Jahres.

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1. Atlas Losing Grip – State Of Unrest

Das beste Album 2011 kommt aus Schweden. Atlas Losing Grip mit dem ehemaligen Frontmann der Satanic Surfers Rodrigo Alfaro spielt energiegeladenen Melodic Hardcore, der sowohl ins Herz als auch in die Füße geht. Intelligenten Texte treffen auf und harte und melodische Klänge. Super!

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- Chris I.


Reviews: Wilde Zeiten – Atomparty

1. Januar 2012
Interpret : Wilde Zeiten
Albumtitel : Atomparty
Erscheinungsjahr : 2011
Label : NixGut Records
Genre : Punk Rock, Deutschpunk, Fun-Punk
Bewertung : 3,3 3,3/5
Anspieltipp : Uns kann nichts mehr passiern

Review
Wilde Zeiten, “Nachfolge-Band” von Untergangskommando brachten 2011 das Album Atomparty heraus.

Das Album besteht zum großen Teil aus schnellem, eingängigem Punk-Rock mit meist deutschen Texten. Thematisch geht es unter anderem um Politik und Liebe. Auch Party-Mitsing-Lieder wie Wir Lassen Uns Das Feiern Nicht Verbieten hat die Band im Reportoire.

Obwohl das Album insgesamt ganz gut ist, hat man häufig das Gefühl, die ein oder andere Zeile schon irgendwoher zu kennen, oder viele Reime bereits vorhersagen zu können. So wird das Album textlich niemals tiefsinnig und passt eigentlich perfekt in das Bild, das viele Leute von Deutschpunk haben. Wer mit Herbert Grönemeyers Song “Männer” nichts anfangen kann, wird wahrscheinlich auch Banker nicht viel abgewinnen können. Wer das Untergangskommando gerne und vor allem auch wegen seinen politischen Songs gehört hat, wird mit Atomparty zwar zufrieden sein, aber eben jene alte Platten besser finden.

- Chris I.

Trackliste:
1. Revolution
2. Mensch
3. Telefon
4. Gut gehn
5. Gewalt
6. Ich bin Dein Leben
7. Arschloch
8. Uns kann nichts mehr passiern
9. Long Way Home
10. Ejoh
11. Banker
12. Es ist für immer
13. Superstar
14. Wir lassen uns das Feiern nicht verbieten
15. Land zu sehn

Album bei NixGut.de


Reviews: Betontod – Antirockstars

31. Dezember 2011
Interpret : Betontod
Albumtitel : Antirockstars
Erscheinungsjahr : 2011
Label : betterthanhell
Genre : Deutschrock, Deutschpunk
Bewertung : 3,6 3,6/5
Anspieltipp : Gloria, Blut

Review
Betontod melden sich ein Jahr nach ihrem Album GlaubeLiebeHoffnung zurück. Mit Antirockstars veröffentlicht die deutsche Band damit ihr fünftes Studioalbum.

Mit Gloria und Gasolin beginnt das Album schon ziemlich gut. Deutschrock trifft auf Deutschpunk, wie man es von der Band bereits kennt. Die Songs sind relativ hart gehalten und wirken wie genau der Schritt vorwärts, der noch gefehlt hat. Auch textlich bleibt alles beim Alten. Dabei geht es sowohl um persönliche wie auch gesellschaftskritische Themen, letztere natürlich nicht ohne fehlende Pankattitüde (z.B. Wenn der Sturm Beginnt).

Doch auch für diverse Überraschungen ist die Band noch immer gut. So wird sie in Nebel gesanglich von Yvonne Müller von Lopinto Seven unterstützt, deren Stimme perfekt mit der von Sänger Oliver Meister harmoniert. Selbst einen Schwestersong zu Glück Auf hat Betontod parat: König Alkohol kann man dabei ungefähr genauso leicht im Rauschzustand mitsingen wie den Song von Schwarzes Blut, an Humor hat er allerdings eingebüßt.

Der etwas stärkere Drift vom Punk zum Rock ist merklich spürbar. Wie schon im Vorgängeralbum hat man das Gefühl, dass die beste Zeit von Betontod in Sachen Punk-Rock bereits vorbei ist. So ist Antirockstars zwar gut, aber die Vorgänger sind einfach besser. Dennoch gehört Betontod auch nach 20 Jahren noch immer zu dem Besten, was wir in Deutschland vorweisen können.

- Chris I.

Trackliste:
1. Gloria
2. Gasolin
3. Nebel
4. Auf eine gute Zeit
5. Keine Popsongs!
6. Wenn der Sturm beginnt
7. Steh auf!
8. König Alkohol
9. Mit Vollgas durch die Hölle
10. Blut
11. Nie vergessen
12. Am Ende
13. 20 Jahre

Album bei Amazon.de


Reviews: Banquets – Top Button, Bottom Shelf

31. Dezember 2011
Interpret : Banquets
Albumtitel : Top Button, Bottom Shelf
Erscheinungsjahr : 2011
Label : Black Numbers
Genre : Pop-Punk, Punk-Rock
Bewertung : 3,7 3,7/5
Anspieltipp : Sound Of Money, Fireplug

Review
Top Button, Bottom Shelf heißt das Debüt-Album der Banquets und erschien 2011.

Pop-Punk trifft auf Melodic Hardcore. Heraus kommt: Pop-Punk, der etwas härter ist als gewöhnlicher Pop-Punk. Das ist an sich ja nicht verkehrt. Ähnlich wie The Copyrights und doch ganz anders spielen die Banquets ihren Stil und machen ihre Sache gut. Mitsinglieder wie Sound of Money oder etwas zügigere und kräftigere Töne wie bei Sometimes A Wolf sorgen für ein gutes Paket, dass jeden Fan von The Loved Ones oder ähnlichen Bands erfreuen wird.

Ein insgesamt ganz gutes Album für zwischendurch.

- Chris I.

Trackliste:
1. 377
2. Just Me And My Canseco Rookie Card
3. Forever Bender
4. Sound Of Money
5. Best Night Of The Night
6. Fireplug
7. Heads Down, Thumbs Up
8. Unforgiven V
9. Sometimes A Wolf
10. Lips To The Ground

Album bei Amazon.de


Reviews: Atlas Losing Grip – State Of Unrest

31. Dezember 2011
Interpret : Atlas Losing Grip
Albumtitel : State Of Unrest
Erscheinungsjahr : 2011
Label : Horror Business Records, Black Star Foundation
Genre : Melodic Hardcore
Bewertung : 4,2 4,2/5
Anspieltipp : Hook, Line & Sinker

Review
2011 veröffentlichten Atlas Losing Grip ihr zweites Studioalbum. State Of Unrest heißt die neue Scheibe der schwedischen Melodic Hardcore Gruppe um den ehemaligen Sänger der nicht mehr existierenden Band Satanic Surfers Rodrigo Alfaro, welcher nun nach der EP Watching the Horizon erstmals in einem Studioalbum den Gesang übernimmt.

Das Album beginnt stark, geht stark weiter und endet stark. Theoretisch könnte das Review hiermit beendet sein, denn außer Lob habe ich kaum etwas zu sagen. Alfaro schafft es mit seiner Stimme alte Erinnerungen an die Satanic Surfers aufleben zu lassen, ohne dass Atlas Losing Grip nun etwa genauso klingen würden. Der Schwerpunkt der Musik liegt weiterhin im kräftigen Melodic Hardcore, den die kraftvolle Stimme des Sängers wundervoll unterstützt.

Textlich geht es um vielfältige Themen. Von Kritik an Religionsgemeinschaften, die Gesellschaft oder Politik in Logic, All In A Days Work oder Hook, Line & Sinker bis zu Liebeskummer in Black Hole werden die Themen, wenn auch nicht sonderlich subtil verpackt, intelligent angegangen.

Ein, wie oben erwähnt, alles in allem richtig gutes Album, bei dem eigentlich nichts fehlt.

- Chris I.

Trackliste:
1. Logic
2. Bitter Blood
3. All In A Days Work
4. Unrest
5. Different Hearts, Different Minds
6. Numb
7. Contemplation
8. Feed The Fire
9. Closer To The End
10. Hook, Line & Sinker
11. Black Hole
12. Voracious Appetite
13. Heartsease

Album bei Flight13.com


Reviews: Bomb The Music Industry! – Vacation

31. Dezember 2011
Interpret : Bomb The Music Industry!
Albumtitel : Vacation
Erscheinungsjahr : 2011
Label : Quote Unquote Records, Ernest Jenning Record Co., Really Records
Genre : Punk-Rock, Alternative Rock
Bewertung : 4,0 4,1/5
Anspieltipp : Campaign For A Better Weekend, Why, Oh Why, Oh Why (Oh Oh Oh Oh)

Review
Bomb The Music Industry! haben sich innerhalb weniger Jahre durch ihren DIY Stil und ihren schnellen Skacore mit Elektroelementen eine riesige Fangemeinschaft aufgebaut. Vacation erschien 2011 und ist das bereits sechste Album der Band.

Viele Alben von Ska-Punk und Skacore Bands, die sich vom Ska verabschieden, haben es schwer bei den Fans gut anzukommen. Bomb The Music Industry! können allerdings anscheinend machen was sie wollen, und die Leute lieben es. So sieht es auch mit Vacation aus. Das Album besitzt noch immer einen eigenen Charakter. So mischen sich unter die schnellen und teilweise rotzigen Punk-Rock-Stücke (Everybody That You Love) beispielsweise ruhigere Akustik-Lieder (The Shit That You Hate, Can’t Complain) ab. Der großartige Song Why, Oh Why, Oh Why? (Oh Oh Oh Oh) sticht dabei sehr heraus, passt aber gut in das Konzept und beeindruckt durch einen guten Mix aus Punk Rock, Elektro-Elementen, Bläsern, Glockenspiel und einer enormen melodischen Stimmung.

Die Elektro Elemente blieben auch bei Vacation erhalten. Dass im Album “Nintendo” erwähnt wird, ist wohl auch kein Zufall, denn genau aus dieser Richtung stammen diese Töne. Für jemanden, der nichts mit Elektro anfangen kann (wie ich), verschwimmen diese Elektro-Sounds ausgezeichnet in der Musik und unterstützen diese erheblich.

Wieder einmal ein richtig gutes Album der New Yorker Gruppe, das beim wiederholten Hören sogar noch ein Stück besser wird.

- Chris I.

Trackliste:
1. Campaign For A Better Weekend
2. Vocal Coach
3. Everybody That You Love
4. Sponge Board/Baby Waves
5. The Shit That You Hate
6. Hurricane Waves
7. Sick, Later
8. Why, Oh Why, Oh Why (Oh Oh Oh Oh)
9. Savers
10. Can’t Complain
11. Everybody That Loves You
12. Sunny Place/Shady People
13. Felt Just Like Vacation

Album bei Flight13.com


Reviews: Samiam – Trips

31. Dezember 2011
Interpret : Samiam
Albumtitel : Trips
Erscheinungsjahr : 2011
Label : Hopeless Records
Genre : Alternative Rock, Punk-Rock
Bewertung : 3,5 3,5/5
Anspieltipp : Clean Up The Mess, How Would You Know

Review
Studioalbum Nummer 8 der Kalifornier Truppe Samiam heißt Trips und ist seit 2011 im Laden. Nach vielen Tourneen hat die Band also nach 5 Jahren erstmals wieder ein neues Album auf den Markt geworfen.

Das Album beginnt stark mit den Krachern 80 West und Clean Up The Mess. Eingängige, melodische Punk-Rock Songs, die den Fans das Herz höher schlagen lassen. Ähnlich gut, aber etwas weniger krachend, geht es dann im Folgenden weiter. Demon klingt schon etwas ruhiger, Crew of One, How Would You Know und Freetime bleiben eingängig und lebendig. Gegen Ende des Albums verliert die Band sich leider immer mehr in ruhige Melodien und erinnert mehr an neuere Weezer oder Jimmy Eat World Scheiben. Mein Interesse galt daher eher der richtig guten ersten Hälfte des Albums.

Es ist erstaunlich wie unterschiedlich ein Album klingen kann. Trips ist so ein Album. Von vorne bis hinten wird es sicherlich vielen langjährigen Samiam Fans, sowie Alternative Hörern gefallen. Für den allgemeinen Punk Rocker dürfte aber die zweite Hälfte des Albums ein Stück zu wenig sein. Unterm Strich ist das Album ganz gut, aber wäre es nur halb so lang wäre es spitzenklasse.

- Chris I.

Trackliste:
1. 80 West
2. Clean Up The Mess (in einigen Versionen auch Clean Up)
3. September Holiday (in einigen Versionen auch September)
4. Demon
5. Crew Of One
6. Over Now (in einigen Versionen auch: Dead)
7. How Would You Know
8. Nightly
9. Freetime
10. El Dorado
11. Magellan
12. Did You Change
13. Happy For You

Album bei Flight13.com


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